Dienstag, 24. Januar 2012

Burnout beim Bachelor

Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich euch einen sehr guten Artikel zeigen.
http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/0,1518,810496,00.html
Es geht um den Leistungsdruck, Ängste und Verhalten im Bachelor. Da ich genau diese Erfahrungen an meiner Uni gemacht habe und auch beobachte, wie meine Mitstudenten und ich leiden, wollte ich euch diesen Artikel zeigen.
Ich habe mich für dieses Thema übrigens auch für meine Bachelorthesis beworben, ich hoffe sehr, dass ich es bekomme. Drückt mir die Daumen.

Wie ich weiß, studieren auch viele von euch. Wie ergeht es euch? Welche Erfahrungen macht ihr? Ich würde mich über eure Kommentaren freuen!!!

Kommentare:

  1. Ich hab auch auf Bachelor studiert, als es in Niedersachsen grade eingeführt wurde. Ständig gab es Änderungen an der Studienordnung und an der Wertung der Punkte. Plötzlich hieß es "du musst 6 Credit points zusätzlich machen in diesem Modul" oder "der Kurs, den du gemacht hast, ist jetzt keine 2 Punkte mehr wert" Ich fühlte mich am Ende einfach nur noch verarscht. Und dann haben sie auch noch die Studiengebühren eingeführt. Gleichzeitig arbeiten und Bachelor? Tödlich für mich. Ich hab das Studium damals abgebrochen, weil ich es einfach nicht geschafft hab, das Leistungspensum zu schaffen und gleichzeitig für meinen Lebensunterhalt zu sorgen. 700€ Gebühren pro Semester sind einfach ne Riesenbelastung.

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    1. Oh Gott, du hast natürlich richtig, richtig Pech gehabt, dass du gerade während der Umstellungsphase studiert hast. Das stelle ich mir ziemlich übel vor. Selbst jetzt wird unsere Prüfungsordnung ständig angepasst, aber nicht so schlimm wie bei dir. Obwohl ich es schon gemein finde, dass wir uns durch Mathe quälen musste und es fast ganz gestrichen wurde für die Erstis... Ich musste auch bis vorletztes Semester Studiengebühren bezahlen, hatte aber das Glück, dass es meine Eltern übernommen haben. Job und Studium? Würde ich auch nicht hinbekommen. Kann ich voll nachvollziehen. Was hast du denn eigentlich studiert?
      Ich hoffe, du bist nun glücklicher. Habe gelesen, dass du deine Prüfung bestanden hast - Herzlichen Glückwunsch <3

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  2. Ich studiere auf Bachelor in Rheinland-Pfalz. Das bedeutet zwar für mich, dass ich keine Studiengebühren habe, aber ich hab ein Semester versucht ohne Bafög oder Eltern zu überleben und muss mir eingestehen: Es geht nicht!
    Nun studiere ich zwar Erziehungswissenschaften, was mir zwar ein paar Wochenstunden weniger beschert, aber es bleibt eine Geisteswissenschaft, die gut vorbereitet sein will! Das hieß für mich, dass ich nach der Arbeit/Uni noch lernen musste.
    Das endete dann im berühmten Bulemie-Lernen, was natürlich überhaupt nichts gebracht hat. Wie soll man in 4 Wochen 4 Hausarbeiten schreiben???
    Außerdem finde ich die Bildungsmöglichkeiten im Bachelor mehr als schwach, Diplom hätte für mich das Paradies bedeutet... Im Wahlfachbereich das lernen, was ich interessant und wichtig finde... Hach ja...
    Bachelor ist doof und macht krank...

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    1. Ich finde Job und Bachelor auch fast unvereinbar. Kenne zwar Leute, die sich alles nur einmal anschauen müssen und arbeiten gehen können deswegen und noch Einser schreiben, aber das ist wohl die Ausnahme!
      Ich studiere ja auch Pädagogik, Wirtschaft und Germanistik (ist ja ähnlich) und verstehe, was du meinst. Zu den ernormen Unizeiten und Hausarbeiten, Protokollen, etc. kommen dann noch die ganzen Lektüren, Vorbereitungen etc. welche extrem Zeit einnehmen. Nur leider sehen dies die meisten nicht. 4 Hausarbeiten in 4 Wochen? Na vielen Dank auch. Vorallem, weil ja alle Verpflichtungen weiter gehen. Und wo ist da das Privatleben?
      Ich finde es ziemlich heftig, wenn ich sehe, was die letzten Diplomer im selben Studiengang machen. Mathe? Nö, muss ich ja nicht machen. Makro? Ach nee, lieber nicht ... Ich hab gar keine Wahlmöglichkeiten. Ich muss nehmen, was mir vorgeschrieben wird. Und mein Wahlfach Germanistik hat teilweise so blöde Veranstaltungstermine, sodass sie sich mit Pflichtveranstaltungen schneiden und ich muss so nach Termin wählen, nicht nach Interesse...

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  3. Ich bin froh, dass ich Staatsexamen studiere, weil man einfach bessere Chancen auf dem Markt hat. Allerdings kann ich oftmals das Gezetere mancher nicht verstehen. Im Bachelor 24 Wochenstunden? Wie schlimm - nicht. Haha lol, ich hatte jedes Semester zwischen 28 und 34, damit ich alle Module in der Regelzeit schaffe. Studieren ist nun mal nicht abchillen, außer man hat vllt Lust, 10 Jahre an der Uni zu bleiben und sich "auszuleben".

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    1. Wenn ich es mir hätte aussuchen können, würde ich auch lieber auf Staatsexamen studieren. Leider sind ja mittlerweile fast alle Studiengänge umgestellt.
      Ich weiß ja nicht, woher du das mit den 24 Wochenstunden hast?! Also bei mir ist das nicht so. Ich glaube, das kommt auch sehr auf die Uni und den Studiengang an. Ich kenne Leute an der Uni Gießen, die wirklich sehr viel Freizeit und trotzdem sehr gute Noten haben. An meiner Uni kenne ich niemanden, der ein solches Leben hat.
      "Abchillen" werden wohl wenige Studenten, außer sie legen es wirklich darauf an, länger zu studieren. Im Übrigen geht es überhaupt nicht, 10 Jahre zu studieren. Falls es dir nicht bewusst ist - beim Bachelor wird man exmatrikuliert, wenn man über die Regelstudienzeit kommt. Egal, welche Leistungen man erbracht hat.

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